Heizung

Bei der Verlegung der Fußbodenheizung, der Dämmung darunter und in den Zwischenräumen bei Kabeln und Rohren hatte unser Gutachter vom VPB nichts zu meckern. Einzig die Kunststoffmäntel an den Türübergängen waren nur halb so lang, wie erforderlich. Da die Fußbodenrohre im EG bei Besichtigung schon verlegt waren, konnte dies nicht mehr ausgebessert werden.
Überhaupt musste die Aktion durch Druck von Bauleiter G. an einem Tag komplett über die Bühne gebracht werden.
So standen wir beide dann Abends im Dunkeln vor dem Resultat und sahen, dass die Heizungsschlangen unter der Treppe und in der Abstellkammer nicht so verlegt wurden, wie abgesprochen: unter dem geschlossenen Treppenbereich, wo später nur ein Regal verbaut wird, wollten wir gar keine FBH. Und da die Abstellkammer wegen eines Planungsfehlers keinen eigenen Heizkreis bekam, hatten wir hier einen größeren Verlegeabstand vereinbart – um eine Überhitzung und auch Energieverschwendung zu vermeiden.
Der Planungsfehler war ein zu kleiner Unterputzheizkreisverteiler mit zu wenig Anschlüssen, was wir nach einem freundlichen Telefonat mit dem Heizungsbauer unter der oben genannten Bedingung akzeptierten.

Fussbodenheizung zum Bad

Fussbodenheizung zum Bad

Was wir allerdings vergeblich rauf- und runterpasterten, war der allseits für Niedrigenergieheizungen empfohlene möglichst geringe Verlegeabstand der FBH Rohre von ca. 10 cm. Gerade in Betracht auf zukünftige Entwicklungen auf dem Energiesektor sollte das Ziel sein, mit möglichst geringer Vorlauftemperatur (= kostengünstig) die Hütte warm zu kriegen. Die Standardantwort war, dass die (aufpreispflichtige) Berechnung und Ausführung maximal auf Grundlage einer Wärmepumpe erfolgen kann. Ich vermute, der Hintergrund dieses Arguments ist die Standardtherme Buderus GB 172-14, die vom Heizungsbauer verbaut wird und die möglicherweise nicht so sehr heruntermodulieren kann (Bereich 2,9 – 13 KW). Im Ergebnis ist der Verlegeabstand oft größer als die erhofften 10 cm.
Ob unsere vom Standard abweichenden Angaben zu Raumtemperaturen und Bodenbelägen berücksichtigt wurden können wir nur hoffen, denn in der bisher zugesandten Heizlastberechnung ist nur von den Standardwerten die Rede.

Bei der Bauanlaufberatung abgefragte Details zum Heizungssystem konnten nicht ad hoc beantwortet werden. Grundsätzlich ist das kein Problem für uns. Die Infos wurden nachgereicht: die Komponenten Heizung, Warmwasserspeicher und Solarmodule bestehen aus einer Zusammenwürfelung jeweils von verschiedenen Herstellern. Auf Nachfrage ist das gar kein Problem und in der BLB zum damaligen Zeitpunkt auch nicht anders aufgeführt. Laut unserer Recherchen jedoch erfolgt die Heizungssteuerung dadurch eventuell suboptimal.Aufgrund unseres kleinen Hauswirtschaftraumes wurde uns empfohlen, die Heizung an die Wand zum Wohnzimmer zu hängen. Zum Glück haben wir das aus Schallschutzgründen abgegelehnt. Denn die angeblich flüsterleise Heizung ist aktuell doch ziemlich laut selbst noch im benachbarten Bad zu hören. Und das durch eine Massivwand… Wir hoffen, dass das noch optimiert werden kann und werden das bei der Abnahme ansprechen.

Unsere Sorge um zu laute Heizkreisverteiler in der Wand zum Schlafzimmer hat sich als unberechtigt erwiesen. Die Stellmotoren funktionieren anscheinend thermisch, zumindest arbeiten sie flüsterleise.

Während der Arbeiten mussten hier und da noch ein paar Rohre durch die EG Decke gelegt werden. Vermutlich ungeplant sollte man vor diesem Hintergrund auf jeden Fall Fotos seiner Deckenverabelung machen. Nur so konnten unsere Heizungsbauer gefahrlos die Durchbrüche erstellen.

Im HWR haben wir die Rohre im Fußboden (Estrich) verlegen lassen. Durch einen geringen Aufpreis konnten wir so den 300 l Wasserspeicher in die Raumecke verbannen und können so problemlos Waschmaschine und Trockner direkt an die Wand stellen.

Insgesamt empfinden wir das Heizungsgewerk in der Planung als nicht ganz optimal, in der Ausführung jedoch ordentlich verlaufen.

Heizkreisverteiler

Heizkreisverteiler

Fallrohr in der Außenwand

Fallrohr in der Außenwand

Bodenebene Dusche

Bodenebene Dusche

Toilette

Toilette

Anschlüsse HWR

Anschlüsse HWR

HKV

HKV

2 Antworten zu “Heizung

  1. Servus! Mal abgesehen von dem ganzen Heizungs-Ärger: Mir ist auf den Bildern aufgefallen, dass die Elektro-Leitungen „nackt“ auf dem Boden verlegt sind… Meines Wissens müssen diese „trittfest“ innerhalb eines Installationsrohrs verlegt werden. Ist das Absicht? Viele Grüße!

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    • Über diese Thematik bin ich auch gestolpert. Soweit ich mich erinnere, ist dies auch abhängig vom Bodenaufbau darüber. Auch uns wären Leerrohre lieber gewesen, was bei Netzwerkkabel / Telefon- / Multimediakabel wohl sogar vorgeschrieben ist. Aber auch hier gilt wohl das Gesetz: In der Praxis wird alles „etwas“ pragmatischer angegangen…

      Mal abgesehen davon sollte die Dichtmembran auf dem EG Rohfußboden von den Elis wohl ebenfalls nicht „durchtackert“ werden. Ich werde mich dazu im kommenden Elektrobeitrag, meinem Lieblingsgewerk, nochmal detaillierter äußern.

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